Unter dem Patronat des Aargauer Judo und Ju-Jitsu Verbandes (AJV) fand am Samstag, 13. Januar 2024 der erste Kuatsu-Kurs im neuen Jahr statt. Die Tehmen gingen über die klassischen Kuatsu-Techniken bis hin zum Tapen im Budo.
Unter dem Patronat des Aargauer Judo und Ju-Jitsu Verbandes (AJV) fand am Samstag, 13. Januar 2024 der erste Kuatsu-Kurs im neuen Jahr statt. Gastgeber für den Workshop war das „Movimento“ in Wohlen. Die Themen für den Kurs waren neben einer Auswahl der klassischen Kuatsu-Techniken das „Tapen im Budo“. Die weit über 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zahlreichen Kampfkunstdiszpinen (Judo, Ju-Jitsu, Iaido, Aikido und diverse Karatestylen) folgten gespannt den Instruktoren, welche sie kompetent durch die beiden getrennten Kursblöcke führte.
Nach einer kurzen und herzlichen Begrüssung durch den Inhaber und Dojo-Leiter René Burch wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt. Während sich die Gruppe Blau unter fachkundiger Leitung von Lea Noseda und René mit den ausgesuchten Kuatsutechniken vertraut machen konnten, durfte sich die andere Gruppe unter Anleitung von André Hürlimann und Deepak „Deebu“ Santschi mit den Vorzügen von korrekt appliziertem Leukoplasten befassen. Zu Beginn führte Lea die Budokas durch das Ampelsystem von Schauen, Denken und Handeln und die gängigen Notrufnummern. Im praktischen Teil führte sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an die Herausforderung, wie sie Nasenbluten, Tiefschlag, Zehen- und Fingerluxation und Atemblock begegnen können. Lea bot den Anwesenden ihr vorgefertigtes Handout an, welches ausreichend Platz für ihre eigenen Notizen zu den von ihren vorgestellten Techniken. Unter Argusaugen kontrollierten Lea und René die Teilnehmer und korrigierten Positionen und beantwortetem Fragen der neugierigen Kursteilnehmer.
In der Pause wurden Kaffee, Wasser und Früchte gereicht und es fand ein reger Austausch zwischen den Teilnehmern und den Instruktoren, sowie den verschiedenen Stilen, statt. Danach wechselten die Gruppen den Schulungsraum und widmeten erneut Ihre volle Aufmerksamkeit Ihrer neuen Referentin bzw. Ihren neuen Referenten.
Andrè und Deebu brachten den neugierigen Beteiligten das Tapen mit starrem Klebeband näher. Nach einer kurzen Einführung zur Physiologie und Absicht – welche Bewegung des Gelenks soll, unterstützt oder gegebenenfalls eingeschränkt werden, zeigte und erklärte André in einzelnen einfachen Schritten, wie ein Fingertape geklebt werden konnte. Die Kursteilnehmer, welche sich in Zweier Gruppen zusammengefunden haben, stiegen nun direkt in den praktischen Teil ein. Unter einer zuvor ausgeteilten Anleitung und zusammen mit den ergänzenden Worten von den Instruktoren starteten die Budokas mit dem Fingertape. Ein nachfolgender Tapeverband für Hand- und Fussgelenk füllte den knapp zweistündigen Block.
Abschluss des Kurses bildete ein „Kuatsu-Randori“ welches mit Musik begleitet wurde. Die interdisziplinären Teilnehmer einigten sich auf eine Randori-Form bei welchem zwischendurch die Musik gestoppt und eine Aufgabe aus den erlernten und erlebten Kuatsutechniken gestellt wurde. Die Teilnehmer durften Ihrem Partner entweder etwas zum vorgegebenen Stichwort erklären oder eine Technik praktizieren, welche zur Aufgabenstellung passte.
Trotz den verschiedenen Stilen und grossen Erfahrungsunterschiede (5. Kyu bis 5. Dan), gelang es den Instruktoren ein abwechslungsreicher, interessanter Kurs für alle Teilnehmer*innen abzuhalten.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem AJV!
Text wurde durch Michel Ell geschrieben.